Ein Wochenende auf Besar Island

Genauer gesagt am Strand von Bezar Island. Ein Wochenende im Mai scheint uns genau richtig, um uns von unserem Praktikumsstress mal wieder richtig zu erholen. Uns, das sind diesmal zahllose deutsche Praktikanten/Studenten und Claudia. Neun Deutsche und eine Italienerin. Daher wird auch die ganze Zeit Englisch gesprochen.

Freitag:(Feiertag)
Nachdem wir viel zu spät losgekommen sind, ist an der Grenze zu Malaysia die Hölle los. Milliarden von Singapurern sind mit uns auf die Idee gekommen Urlaub zu machen. Auch in Johor Bahru, Malaysia müssen wir feststellen, dass auch andere Menschen ein Taxi suchen. Die Kleinbusse, welche bis zu zehn Menschen transportieren können, sind alle schon gebucht. An einem solchen Großkampftag machen auch die Taxifahrer keine guten Preise, denn sie wissen, dass sie auf jeden Fall Kunden bekommen können ... an einem Feiertag auch nicht allzu verwunderlich.

Zwischenstation Mersing

Der Hafen in Mersing ist nach drei Stunden anstrengender Taxifahrt unser erster Zwischenstopp. Anstrengend deshalb, weil die Straße und das Tempo des Taxifahrers es erforderlich machte, sich gut festzuhalten ...
Jeopardy: "Es ist nicht vorhanden" "Was ist ein Sicherheitsgurt?"
Hier steigen wir dann auf ein Schnellboot um.

Über dieses Boot ging es dann auf das Schnellboot
Über dieses Boot ging es dann auf das Schnellboot Zoom ePostcard


Windig

Das Schnellboot nach Besar Island macht seinem Namen durchaus alle Ehre: Haare flattern und Wasser spritzt. Auf den letzten Metern jedoch fängt der Motor an zu stottern: Anscheinend ist die Benzinpumpe defekt. Erfreulicherweise verfügt der Motor auch über eine Handpumpe und einer
der Bootbegleiter darf feste auf die Pumpe drücken.

Christina
Christina Zoom ePostcard




Martin
Martin Zoom ePostcard




Claudia
Claudia Zoom




Paul
Paul Zoom


Traumstrand

Und wer hätte es gedacht: Der Traumstrand gehört mal wieder zur Standartausrüstung. Das Hotel ist eher einfach, aber das Essen ist gut und die Zimmer klimatisiert. Das ist gerade deshlab wichtig, weil Mücken normalerweise nicht in gekühlte Zimmer fliegen. Leider gibt es auch am Strand eine Art Moskito, welche keine dicken, quaddelartigen Stiche produzieren, sondern kleine fiese, die auch nach Wochen noch jucken ... das merken wir jedenfalls später.

Obligatorisch: Weißer Strand und kristallklares Wasser
Obligatorisch: Weißer Strand und kristallklares Wasser Zoom ePostcard


Schnorcheln

Da ich meine Schwimmbrille mitgenommen habe, schwimme ich zum Spaß ein wenig aufs Meer hinaus und betrachte die Unterwasserwelt zuerst sehe ich nur eine genze Menge Seeigel und abgestorbene Korallenteile. Vor Seeigeln nimmt man sich besser in Acht, denn die haben verdammt lange Stacheln. Nach einigem Suchen, finde ich dann auch lebende Korallen. Leider kann ich nur für einen begrenzten Zeitraum unter Wasser bleiben, denn der Auftrieb zieht mich jedes Mal unweigerlich nach oben. Zu sehen gibt es jedoch viel: Große und kleine, überhaupt nicht scheue Fische, Seeanemonen mit Clownfischen drin. Ja, Nemo war da! Aber auch eine ca 20cm lange lebende Muschel kann ich entdecken. Für jemanden, der sowas wie ich nur aus Filmen kennt, ist das schon ein Erlebnis.
So geht der erste Tag auch rum: Am Strand liegen, braun werden (In meinem Falle: Weiß bleiben), ein wenig Beach Volleyball und weitere Ausflüge zu den Korallen und Anemonen. Leider habe ich keine Unterwasserkamera, daher müsst Ihr mir das jetzt einfach mal glauben :-)

Nacht am Meer

Paul und ich waren so weise, Bier auf dem Festland zu kaufen und können so den gemeinsamen Abend am Strand ein wenig billiger bestreiten. Eine Kerze leuchtet den Mücken den Weg. Nach einer Weile beschließen wir, dass es definitiv Zeit für Nightswimming ist.
"Als Praktikant in Singapur hat man es schon nicht einfach: Immer wenn man nachts im Meer schwimmen will sind da ein paar Wellen und man kann gar nicht in Ruhe den Mond betrachten" (Willem J.)

Es ist eine bezaubernde Nacht: Der Mond beleuchtet das Wasser und der weiße Strand reflektiert so gut, dass man es schon fast zu hell findet. Wir liegen am Strand und schauen in den Himmel. Einfach umwerfend. Das leise Rauschen, der Wind, der Meeresgeruch ... wow.

Samstag: Inselüberquerung

Samstagmorgen machen sich drei erfahrene Dschungelkämpfer auf, die Insel Besar Island zu überqueren. Ausgestattet mit dem neusten Tropenequipment, Mut und unbändiger Kondition, werden haben sie sich vorgenommen die Wildnis zu bezwingen.

Paul in voller Tropenmontur
Paul in voller Tropenmontur Zoom ePostcard




Martin mit Tropen-T-Shirt
Martin mit Tropen-T-Shirt Zoom ePostcard




Willem mit Tropenmütze
Willem mit Tropenmütze Zoom ePostcard


Im Dschungel

Da es im Dschungel überall gleich aussieht hab ich hier mal nur ein Waldfoto veröffentlicht. Was wir schon geahnt hatten: Der Pfad auf die andere Seite der Insel führt ziemlich genau über den Berg in der Mitte der Insel. Was wir auch geahnt hatten: Es ist im Dschungel ziemlich warm. Was wir nicht geahnt hatten: Es ist im Dschungel unheimlich warm und feucht!

Echter Dschungel
Echter Dschungel Zoom ePostcard


Die andere Seite

Nach einer knappen Stunde Wanderung haben wir die andere Seite erreicht. Hier ist leider kein Paradies oder ein freundlicher Eisverkäufer, sondern nur Sonne, Strand und Palmen. Wir verstecken uns im Schatten, Martin geht schwimmen. Danach genießen wir noch ein wenig unseren exklusiven Aufenthaltsort. Nach der Anstrengung können wir ja nicht sagen, dass da auch einfach nur Strand war und wir sofort wieder gegangen sind.

Die andere Seite von Besar Island
Die andere Seite von Besar Island Zoom ePostcard


Der Rückweg

Da es auf der anderen Seite von Besar weder einen Shuttlebus noch eine Rolltreppe zurück gibt, müssen wir wohl oder übel den Rückweg zu Fuß antreten. Mittlerweile ist mir so warm, dass ich ein wenig schwitze.

Willem ist warm
Willem ist warm Zoom ePostcard


Die Tierwelt

Am Wegrand fallen uns jetzt aber mehr Tiere auf als auf dem Hinweg. Wir haben dann auch gemerkt, dass wir eine Autobahn überquert hatten ... eine Ameisenautobahn.

Eidechse
Eidechse Zoom




Ameisenstraße
Ameisenstraße Zoom ePostcard


Der Rest des Samstags

Den Rest des Tages haben wir wieder zum relaxen genutzt ... und selbstverständlich zum Prahlen mit unserer "Safari". Abends sitzen wir wieder am Strand und genießen die laue Nacht. So lässt sich's leben. Leider müssen wir feststellen, dass das Hotel anscheinend davon ausgeht, dass alle Gäste um Zwölf ins Bett gehen. Wir müssen lange beim Nachtportier betteln, bis er den Kühöschrank öffnet und uns mit Bier versorgt.

Sonntag: Heimreise

Alles hat ein Ende, so auch dieser Urlaub. Nach einem reichhaltigen Frühstück und ein wenig Morgenschwimmen im Meer, einem kurzen Sonnenbad und der üblichen Packaktion müssen wir um Zwölf Uhr die Insel per Boot verlassen. Jetzt noch einen Kleinbus erwischen und ab nach Singapur.

Noch einmal in die Kamera gelacht und dann ab nach Hause
Noch einmal in die Kamera gelacht und dann ab nach Hause Zoom


Fazit

So lässt es sich durchaus leben! Diese kleinen, unglaublich schönen Inselchen sind ein echter Standortvorteil von Singapur. Ich denke, ich werde hierher zurückkehren .. und diese Inseln sehr vermissen, wenn ich wieder in Deutschland bin!

Bye Bye Besar
Bye Bye Besar Zoom ePostcard