Sentosa - Naherholung und Kunststrand

Da Singapur keine alten Kiesgruben zu Freibädern umfunktionieren kann, haben sie einfach eine kleine Insel in ein Freizeitparadies verwandelt. Das heißt, sie haben mehrere Kilometer Straße darauf gebaut, ein wenig Urwald angepflanzt, viele beeindruckende Touristenattraktionen mit sehr europäischen Eintrittspreisen darauf errichtet und das ganze noch mit einem Kilometer künstlichen Sandstrand garniert. Die Attraktionen sind wirklich nett, jedoch sind die meisten entweder zu teuer oder nur einen Besuch wert. Der Vorteil: Der Strand ist kostenlos. Und damit ich auch ordentlich braun werden kann, haben wir und genau den mal näher angeschaut.

Sentosa Map     Copyright by www.sentosa.com.sg
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Strand auf der Spaßinsel

Wie üblich ist hier alles sehr sauber und in Reih und Glied. Leider fällt sofort auf, wie künstlich der Strand ist: Die Palmen stehen alle brav vereinzelt und auffällig gerade am Strand. Des Weiteren ist der Sand ungewöhnlich körnig und beim Laufen merkt man sofort, dass die Sanfschicht nicht besonders dick sein kann, da sie so hart ist und nicht Sandstrandüblich federt. Wenigstend die für Singapurer überlebenswichtigen Verbotsschilder sind hier. Glück gehabt!

Verbote am Strand: Gott Sei Dank!
Verbote am Strand: Gott Sei Dank! Zoom ePostcard


The most southern point of Asia

Um den Strand noch aufzuwerten, haben sich die Inselplaner eine reiclich dämliche Attraktion ausgedacht:
Den südlichsten Punkt Kontinentalasiens. Im Brennpunkt des mondförmigen Strandes liegt eine weitere Insel, auf der ein Aussichtsturm gebaut wurde: Der (angeblich) südlichste Punkt Kontinentalasiens. Wer sich das bei Google Earth aber mal genauer anschaut, der dürfte daran so seine Zweifel haben. Was auch nett ist, Singapur als Insel hat eine vorgelagerte Insel namens Sentosa, welche wiederum ein vorgelagertes Inselchen besitzt: der südlichste Punkt Kontinenalasiens. Achso, ja.

Aussicht vom "Most southern Point of Asia"
Aussicht vom "Most southern Point of Asia" Zoom ePostcard


Nette Aussichten

Die Aussicht entschädigt aber für diese geographisch fragwürdige Aussage. Auch der Strand kann überzeugen: Er eignet sich zum Rumliegen, Braunwerden und Frisbee-spielen. Das Wasser ist leider nicht so toll: Keinesfalls sauber, hellblau und kristallklar, sondern eher algig, grün und trüb. Trotz alledem ist es warm und geeignet sich darin abzukühlen. Die Infrastruktur ist auch von Vorteil, denn das nächste 7-11 liegt direkt neben dem Strand und verkauft alles von der Strandmatte bis zum Megaangebot: 5Kg Eiswürfel für 3,95 S$. 7-11 Oder "Seven-Eleven" ist quasi die Tante-Emma-Laden Kette aus den USA. Fast durchgängig geöffnet und verkauft alles das, was man von einem guten Büdchen erwartet.

Quallenblockade. Hilft aber nicht immer.
Quallenblockade. Hilft aber nicht immer. Zoom ePostcard


Ab nach Hause

Nach einem schweißtreibenden Nachmittag brechen wir unsere Zelte ab und kehren dem künstlichen Paradies den Rücken. Da hier von überall Busse fahren, müssen wir weder weit laufen noch lange warten. Ein netter Nachmittag nach dem Motto: "So viel Spaß für wenig Geld".