Das Mallorca der Singapurer: Bintan

Samstag, 22.04.2006, 6:30

Mein Mobiltelefon weckt mich mit "Charlies Angles". Äußerst unasugeschlafen schlurfe ich in die Dusche. Heute gilt es: Willem investigativ. Um wenigstmöglich als westlicher Tourist aufzufallen, habe ich eine geschickte Tarnung aus grüner Anglermütze und Hawaiihemd gewählt. Bis auf Körpergröße, Augenfarbe, Haarfarbe, Aussprache, Schuhgröße und Taschentuchbenutzung bin ich daher einem echen Singapurer zum Verwechseln ähnlich.

Samstag, 22.04.2006, 7:45

Vier semiausgeschlafene Gestalten treffen sich an der MRT-Haltestelle Toa Payoh. Sie heißen Paul, Dalibor und Thomas und Willem. Von hier geht es mit dem Taxi zum Hafen weiter. Wer jetzt denkt, dass die ollen Snobs wohl eindeutig zu viel Geld in der Tasche haben und ihrem Geltungsdrang im Mercedes ausleben wollen, der irrt. Taxifahren ist in Singapur eine vergleichsweise günstige Gelegenheit. Eine halbstündige Fahrt kostet üblicherweise weniger als 15 Euro.

 Die Reporter Crew
Die Reporter Crew Zoom


Samstag, 22.04.2006, 9:05

Nach einer ereignislosen Reise zum Hafen, dem Einchecken und dem obligatorischen Lächeln über die "erfrischen andere" Interpretation unserer Namen geht es auch schon an Bord. Wir müssen feststellen, dass Bintan anscheinend eine Golferinsel ist: Die Crew schleppt sich an Golfbags tot, welche in den Gepäckraum, hier einfach der leere Platz vor der ersten Stuhlreihe.

Kritisch werden die Sicherheitseinrichtungen überprüft
Kritisch werden die Sicherheitseinrichtungen überprüft Zoom


Samstag, 22.04.2006, 8:50

Wir legen an. "Moment" will der geübte Uhrzeitenleser hier sagen, "wie seid ihr denn ohne Fluxkompensator in der Zeit zurückgereist?"
Des Rätsels Lösung ist denkbar simpel: Obwohl Bintan nur 45 Minuten von Singapur entfernt ist, gehört es wie ganz Indonesien zu einer anderen Zeitzone als Singapur. Hier ist es jedenfalls nicht ganz so warm wie in Singapur, dafür ist es windiger. Das Visum kostet interessanterweise 10 US $, überhaupt will hier niemand indonesische Rupiah. Man zahlt in Singdollar (S$). Gesprochen wird englisch, was definitiv nicht Amtssprache, jedoch die Sprache der Touristen ist.


Ein hochgezüchteter PS-Bolide befördert uns zum Hotel. Die Klimaanlage wurde das Gründen der Gewichtsersparnis weggelassen.
Ein hochgezüchteter PS-Bolide befördert uns zum Hotel. Die Klimaanlage wurde das Gründen der Gewichtsersparnis weggelassen. Zoom


Samstag, 22.04.2006, 9:40

Ankunft im Hotel "Mana Mana". Fast wären wir ins Banyan Tree Hotel gefahren, aber leider ist der Busfahrer zu spät abgebogen. Das Mana Mana sieht ordentlich aus ... der Strand ist wundervoll!

 Palmen und Strand
Palmen und Strand Zoom


Samstag, 22.04.2006, 14:00

Ich lieg am Strand ... da wir man immer so ein bisschen arrogant ...
Ein selbstzufriedenes Grinsen hat sich auf unseren Gesichtern breitgemacht. Wir haben uns für einen Schnorchelausflug angemeldet und haben vor, diesen nach allen Regeln der Kunst zu genießen. Die Fahrt zum Riff macht schon einen Riesenspaß und die kritischen Reportergesichter sind under dem erwähnten Grinsen meisterhaft verborgen. Schnorcheln macht spaß ... wenn man nicht dabei seekrank wird. Jepp, es gibt Leute, denen wirklich bei Allem schlecht wird. Manche davon schreiben davon auch noch in ihrem Blog ... Idioten :-)
Nach dem zweistündigen Ausflug heißt es daher für mich auch erst einmal "Kein Hunger" mehr ... eigentlich unlogisch, wo ich doch gerade ... aber nein, das lassen wir jetzt mal.
Ein Nickerchen später müssen wir feststellen, dass die Sonne hier früher untergeht als erwartet. Wir überlegen uns bei der Hotelleitung zu beschweren, jedoch geben wir diesen Plan auf, da die eindeutige Schuld des Hotels nur schwer belegen können.

Thomas bei Sonnenuntergang
Thomas bei Sonnenuntergang Zoom


Samstag, 22.04.2006, Abends

Nach einem leckeren Abendessen warten wir auf die angekündigte Beachparty. Die anwesenden Gäste erwecken zwar nicht den Eindruck noch so lange wach bleiben zu können, aber "Man soll nie nie sagen; Nie!".

Mindestanforderungen
Mindestanforderungen Zoom


Samstag, 22.04.2006, Abends, später

Die Musik wird lauter, ähnlich einem verzweifelten Hilferuf. Die Anzahl der Gäste und speziell der ungen Damen, die uns den ganzen Abend umschwärmen sollten, ist extremst gering. Wir trinken einen Cocktail und warten weiter.

Samstag, 22.04.2006, Abends, noch später

Wir geben auf. Die Musik ist jetzt schon fast unangenehm laut und setzt immer wieder aus, weil anscheinend ein Kabel irgenwo locker ist. Dass die erwarteten Menschenmassen wohl ausbleiben werden, haben bis auf den DJ schon alle eingesehen. Wie entschließen uns zu einem Strandspatziergang.

Sonntag , 23.04.2006, sehr früh morgens

Der Strandspatzeirgang war eine hervorragende Idee. Sternenklare Nacht, warme Brise, Wellenrauschen, ... "The Beach" lässt grüßen. Im Unterschied zu Leonardo DiCabrio und sind wir allerdings zu viert und ausschließlich männlich. Der deutlich größere Nachteil von Dunkelheit und Meer zeigt sich aber erst, als wir uns in Richtung Bungalow aufmachen: Die Flut hat Teer an den Strand gespült, und zwar nicht zu knapp! Mit anderen Worten, wir haben uns unsere Schuhe versaut ... und ich mir auch meine lange Hose. Während die andern schlafen gehen, befreie ich fluchend meinen Neuerwerb von Teer.

Sonntag , 23.04.2006 nach dem Frühstück

Die zu anfangs sehr kritische Reportercrew hat sich heute - ach einer vierundzwanzig Stunden-Schicht - berechtigterweise freigenommen. Wir verbringen einen klassischen Tag am Meer. Um auch davon einen Eindruck zu verschaffen, konnten wir jedoch exklusivstes Bildmaterial auftreiben. Viel Spaß damit.

Thomas am Strand
Thomas am Strand Zoom




Dalibor und Paul am Strand
Dalibor und Paul am Strand Zoom




Willem am Strand
Willem am Strand Zoom




Wir am Strand
Wir am Strand Zoom